ORT: ALTE SEIFENFABRIK, LAUTERACH
VERNISSAGE: 4.4.03, 20 UHR

AUSSTELLUNGSDAUER: 5. 4. - 13.4.03
ÖFFNUNGSZEITEN: FR 17 - 20 UHR
                               SA 14 - 18 UHR
                               SO 10 - 18 UHR

Lageplan (pdf)

Sieben Künstler, sieben Positionen, sieben Ausdrucksformen ergeben die Vielfalt der Ausstellung 7 ART in der "Alten Seifenfabrik" in Lauterach.
Fünf Frauen, zwei Männer - die im Laufe der Jahre gewachsene Gruppe trifft sich zur Diskussion, zur Inspiration, zum Gedanken- und Informationsaustausch. Die künstlerische Arbeit reicht von Keramik über Bildhauerei bis hin zur Objektkunst .

Gezeigt werden Digitaldrucke auf Büttenpapier und Papierarbeiten von Cornelia Blum (Höchst), Steinskulpturen und Reliefe von Hanno Metzler (Lingenau), Raku-Keramiken von Mario Meusburger (Andelsbuch), Taschen und Objekte von Margarete Müller (Bregenz), Bilder und Objekte aus Keramik und Porzellan von Edeltraud Nagel(Höchst), Papierskulpturen von Ulrike Opriessnig (Walzenhausen - CH) und Vasen-Plastiken von Edith Schmuck (Bregenz).

Pressemeldungen: VN (pdf), NEUE (pdf), wann & wo (pdf), Kleines Blatt (pdf)

Conni Blum, Digitaldrucke auf Büttenpapier und Papierarbeiten
Lerchenstr. 19
6973 Höchst
05578/74737
conni.blum@cable.vol.at
  

"Feuerzeichen"

Das Festival Impuls veranstaltete im August 2002 ein ganz besonderes Projekt in der Schlucht bei Dornbirn, dem so genannten Rappenloch. Bei Nacht, im Schein von tausenden brennenden und leuchtenden Feuertöpfen, wurde aus diesem Wunder der Natur ein mystisches Kunstwerk.

Dieser faszinierende Anblick des Elements Feuer waren Ausgangspunkt der neunteiligen Arbeit "Feuerzeichen" von Cornelia Blum, welche in Form eines Digitaldruckes auf Büttenpapier festgehalten sind.

Wenn das Feuer sich auf den Bildern auch nicht mehr bewegt, so erscheint dem Betrachter doch die Illusion der Flamme die ewig und lichterloh zu brennen scheint, wie das Feuer der Sehnsucht, das immer ein Stück in jedem von uns zu glühen scheint.

Die bewusst her geführten Verzerrungen mit der Digitalkamera, lassen die Flamme wie Kreise, Ovale und Pfeile erscheinen, gleich einer Sprache in Symbolen, die wir nur bildlich verstehen.

Diesen Moment festzuhalten, nur für Bruchteile, die mystische Stimmung der Nacht herüber bringen, war einer der Aspekte, welche Cornelia Blum in ihren Bildern dem Zuschauer zeigen möchte. Diese Bilder sind wie Botschaften des Feuers, eine Art Energie, die bei Bedarf abgerufen werden kann. 

 

Hanno Metzler, Steinskulpturen und Reliefe
Grüner Baum 242
6951 Lingenau
05513/2661
metzler@bifo.at
 

Zyklus "Ach"

Findlinge, "Achböllo" aus Bregenzerach und Subrsach sind das Grundmaterial, die Grundidee. Steine die massenhaft und unscheinbar im Flussbett liegen werden zu etwas Besonderen herausgehoben. 
In die Form wurde nur ganz minimal eingegriffen.
Die Oberfläche jedoch hat unterschiedliche Qualitäten:
Das verborgene Wesen des Steines wird durch das Schleifen und Polieren sichtbarer gemacht. 
Die Linien grenzen ab und geben Richtung, sie bauen auf und zeigen Spuren der Gewalt, sie sind rauh und sie sind weich, sind Fluss und sind Stein.
Manchmal bleibt der Stein in seiner Natürlichkeit in seiner von der Gewalt des Wasser geformten Oberfläche.

Die Reliefe sind Abbilder von den Findlingen. Deren dreidimensionale Oberfläche wird auf 2 Dimensionen reduziert. Und doch bleiben die Oberflächenqualitäten erhalten. Ein weiterer Gedanke bei den Reliefen sind Steine im Wasser, polierte Kiesel von Wellen umgeben.

 

Mario Meusburger, Raku-Keramiken
Unterbezegg 198
6866 Andelsbuch
05512/4419
mario.meusburger@utanet.at
 

Stein - verwittert zu Ton/Erde - geformt, gestaltet, gebrannt im Feuer, verwandelt neuerlich zu Stein - Keramik.
Meusburger gestaltet seine Keramiken vorwiegend in Plattentechnik, formt die Platten mittels verschiedener Formhilfen, überformt über Steine, strukturiert, ritzt und glättet die Oberflächen, setzt Platten zu Gefäßen und Objekten zusammen. Ebenso klopft, quetscht, stampft und schneidet Meusburger Ton in neue Formen, konstruiert und baut auf.
Die so geformten Arbeiten aus verschieden farbigen, stark schamottierten Tonmassen werden im Elektroofen geschrüht, anschließend stellenweise glasiert und im Raku-Brand-Verfahren ein zweites, beziehungsweise ein drittes Mal gebrannt.
Dabei werden wenig Glasuren verwendet, diese jedoch untereinander kombiniert und unterschiedlich hoch gebrannt ( 950 - 1020 Grad ), was immer neue Farbvariationen zulässt.
Meusburger arbeitet seit 13 Jahren autodidaktisch in dieser keramischen Technik, die ursprünglich aus Japan stammend über Amerika nach Europa fand.
Das Element des "Zufalls", des Experimentierens und das Brennen im offenen Feuer sowie die Wandlung des Materials faszinieren Meusburger im Besonderen und erlauben ihm künstlerische Einzelobjekte oder Kleinserien herzustellen.

 

Margarete Müller, Taschen und Objekte
Wiesenweg 1
6900 Bregenz
05574/61182

"Ein mir wesentlicher Gedanke ist, die Charaktere eines Materials in ein Gefüge von Form, Ästhetik und Funktionalität zu bringen.
Wenn die Ausführung einer Idee auf andere Möglichkeiten hinweist, und zum Experiment herausfordert, ist die Arbeit gelungen. Ich arbeite seit 6 Jahren mit dem Material Filz und Leder, tierisches und pflanzliches Material.
Ein Teil meiner Arbeit sind Taschen, der andere Teil Objekte:
ein Futon aus Holz, einer Schilfmatte mit einfacher Schling-Technik geflochten, filz, der ausgleichend der Bewegung des Körpers nachgibt, Filzrollen mit Schafwolle gefüllt, ein Hocker in Form eines Würfels bestehend aus 18 Filzschichten, das Gegenstück dazu, gedrehte Schafwolle."

 

Edeltraud Nagel, Bilder und Objekte aus Keramik und Porzellan
Jahnstr. 2a
6973 Höchst
05578/74301
r.nagel@magnet.at
 

"Das Hauptthema meiner Arbeiten für diese Ausstellung ist die Metamorphose. Nicht nur die Umwandlung des Tons von einer weichen, nachgiebigen Masse zu einem festen, erstarrten Gegenstand, sondern auch durch die Zusammenstellung einzelner dünner Plättchen und Teile, die auf- und nebeneinander geschichtet ein Ganzes ergeben. Objekte mit einer eigenen organischen Struktur.

Für meine Arbeiten verwende ich verschiedene Steinzeugtone oder Porzellan. Die Tonarbeiten werden in Rauchbrandtechnik gefertigt, die sich dann durch warme Erdtöne auszeichnen ,und das Spiel durch das Feuer erkennen lassen. Porzellan hingegen verwende ich sehr dünn, unglasiert und hochgebrannt. Das Ergebnis sind reinweiße, translucente Objekte."

 

Ulrike Opriessnig, Papierskulpturen
Wilen 1077
CH-9428 Walzenhausen
++41(0)71/8886206
uopr@swissonline.ch
 

Schlicht in Material, Form und Farbe. Zeitlos, harmonisch, organisch. Inspiriert durch die Natur.
Die Körper entstehen durch mehrere Lagen Papier, die sich wie eine Haut um das Drahtskelett spannen.
So lassen sich die Arbeiten von Ulrike Opriessnig umschreiben. Beim Betrachter kehrt innere Ruhe ein. Die Formen sind neu und doch so vertraut. Man fühlt sich sofort mit ihnen verbunden, als wären sie Teil der uns umgebenden Natur.

 

Edith Schmuck, Vasen-Plastiken
St. Annastr. 14
6900 Bregenz
05574/54791

"Ich drehe Stücke auf der Töpferscheibe, zerschneide sie und setze sie wieder zu einem Ganzen zusammen. Diese Technik erlaubt mir auf der Töpferscheibe zu drehen, aber auch die Auseinandersetzung mit Aufbau und Gestaltung. 
Kennengelernt habe ich diese Art des Arbeitens 1994 bei Chris Justin, in der Greenwich House Pottery in New York.
Ich nenne meine Arbeiten "Vasenplastiken". Sie sind bei 1250° im Elektro- oder Holzofen gebrannt."

   
© www.hannometzler.at     Letzte Änderung: 6.10.2012